Aktuelles

Leseandacht

 

4. Sonntag im Advent

 

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe! (Philipper 4, 4.5b)

 

Wir sagen euch an
https://www.youtube.com/watch?v=9g9FfBSlz6o

 

Lobgesang der Maria (Lukas 1, 46-55)

Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes;
denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen.
Siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Kindeskinder.
Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.
Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten.
Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die stolz sind in ihres Herzens Sinn.
Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen.
Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat zu den Vätern, Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit.

 

Hoch hebt den Herrn
https://www.youtube.com/watch?v=fu5VQzJSdEA

 

1. Mose 18, 1f.9-15

Und der Herr erschien dem Abraham im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war.
Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen die Männer vor ihm.
Und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tür seines Zeltes und neigte sich zur Erde.

Da sprachen sie zu ihm: Wo ist Sara, deine Frau?
Er antwortete: Drinnen im Zelt.
Da sprach er: Ich will wieder zu dir kommen übers Jahr; siehe, dann soll Sara, deine Frau, einen Sohn haben.
Das hörte Sara hinter ihm, hinter der Tür des Zeltes.
Und sie waren beide, Abraham und Sara, alt und hochbetagt, so dass es Sara nicht mehr ging nach der Frauen Weise.
Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun ich alt bin, soll ich noch der Liebe pflegen, und mein Herr ist auch alt!
Da sprach der Herr zu Abraham: Warum lacht Sara? Und spricht: Meinst du, dass es wahr sei, dass ich noch gebären werde, die ich doch alt bin?
Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein?
Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen übers Jahr, dann soll Sara einen Sohn haben.
Da leugnete Sara und sprach: Ich habe nicht gelacht -, denn sie fürchtete sich.
Aber er sprach: Es ist nicht so, du hast gelacht.

„Ich habe nicht gelacht.“ - „Es ist nicht so, du hast gelacht.“
Ein wenig kommt mir der Schluss unserer Geschichte vor wie ein Alltagsdialog kleiner Kinder.
Hab ich nich’ – Hast du doch.

Ein Glück, dass ich da nicht Schiedsrichter sein muss.
Laut unserer Geschichte hat Sarah natürlich gelacht.
Aber eben nicht schallend, nicht laut, nicht spöttelnd oder wie auch immer man es bezeichnen will.

Nein, Sarah lachte bei sich selbst.

Sie hat es also wirklich getan, aber eben so, dass es eigentlich niemand mitbekommen kann.
Aber ihr Gegenüber weiß darum.
Und da wundert es mich wiederum nicht, dass sie sich zu fürchten beginnt.
Denn wäre ihr Gegenüber ein „normaler“ Mensch, er könnte ihr bekanntlich nur vor den Kopf gucken.

Ob ihr Gegenüber noch mehr weiß?
Ob diese drei Männer – oder ist es nur der eine Engel Gottes? - in die Tiefe ihres Gemüts einzudringen vermögen?

Dann könnten sie oder er da wohl auch das Motiv für ihr Lachen finden:
Ihre Traurigkeit, ihre Enttäuschung darüber, noch nicht mal ein Kind bekommen zu haben, obwohl Gott es ihrem Mann versprochen hatte.
Eigentlich hatte Gott sogar versprochen, ein ganzes Volk durch Abraham und Sarah entstehen zu lassen.
Vielleicht wäre auch ihre Akzeptanz darüber zu entdecken, dass nun, in ihrem Alter, wirklich keine Hoffnung mehr auf Nachwuchs besteht.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Und so lacht Sarah wohl vor allem und zuerst, um sich von dieser Widrigkeit in ihrem Leben nicht verschlingen zu lassen.
Sie geht auf Distanz zu diesem „Versagen“, relativiert es und schafft sich damit Befreiung.

Mir will allerdings scheinen, dass ihr Gegenüber da weit weniger humorvoll unterwegs ist.
Ich will wieder zu dir kommen übers Jahr; siehe, dann soll Sara, deine Frau, einen Sohn haben.

O.k., diese Ansage kann man vielleicht noch mit besagtem Humor und mit jenem Bei-sich-selbst-Lachen abtun.
Aber wie schon gesagt, Sarahs Gegenüber weiß um diese innerliche Regung und legt nach:
Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein?

Und wahrscheinlich wird Sarah wiederum bei sich selbst antworten: Nein, dem Herrn ist nichts unmöglich.
So prallt auf Sarahs Realität eine zweite.
Und so holt sie diese Frage und ihre innere Antwort heraus aus dieser für sie bis dahin so nötigen Distanzierung.
Die Befreiung, die sich Sarah durch ihr Lachen verschaffen hatte, wird ersetzt durch das nicht mehr für möglich gehaltene Eintreten der Schwangerschaft.

Jetzt wird es quasi ernst: das Kind kommt, auch in ihrem Alter noch.
Und Sarah fürchtete sich.
Kann ich verstehen.
Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein?

Die Geburt eines Kindes?
Für Gott ein Klacks.
Die Geburt eines Kindes durch eine alte Frau?
Für Gott ein Klacks, oder?
Die Geburt des Heilands?...

Wie auch immer deine eigenen Distanzierungen im Leben aussehen, damit du über die Runden kommst, damit du nicht untergehst, es ist völlig in Ordnung.
Es ist richtig so.
Aber wenn Gott zu dir kommt, lass ihn hinein in dein Gemüt, in deine Seele.
Er will und wird dein Leben verändern.
Und mach es vielleicht sogar ein Stückchen „besser“ als Sarah:
Fürchte dich nicht.

 

Gott sein Dank durch alle Welt
https://www.youtube.com/watch?v=3pgHQc70vX0

 

Gebet

Gott, der du ja zu uns sagst, komm uns nahe in deinem Wort, wärme unser Herz mit deinem Trost und kleide uns mit dem Gewand neuer Hoffnung.
Erleuchte unsere Augen mit Lebensfreude und mit einem barmherzigen Blick.
Füll unser Herz mit deinem Lob und unseren Mund mit guten Worten für die Menschen, die uns begegnen.
Stärke die müden Hände, mach fest die wankenden Knie und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens miteinander und mit dir.

 

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.

 

O Heiland reiß die Himmel auf
https://www.youtube.com/watch?v=FQXtxoAGSyA

 

 

 Einladung und Hinweise zu unseren Zoom-Gottesdiensten zu Weihnachten 2020



Liebe Gemeindeglieder,
aufgrund der Pandemieentwicklung haben wir im Presbyterium beschlossen, in diesem Jahr auf die Weihnachtsgottesdienste im Lutherhaus zu verzichten.
Stattdessen laden wir Sie herzlich ein, an einem (oder beiden) unserer Zoom-Gottesdienste aus dem Studier- oder dem Wohnzimmer teilzunehmen.



Wir bieten folgende zwei Live-Gottesdienste im Zoom-Videoformat an:

16.00 Uhr – Familiengottesdienst (Michael Brzylski und Team)
Link: Zoom-Meeting beitreten
https://zoom.us/j/94061168550?pwd=dEJScFNRSWNTMUp3K1hGK3lHUldJZz09
Meeting-ID: 940 6116 8550
Kenncode: 945277

18.30 Uhr – Vesperpredigt zu Weihnachten (Dagmar Kunellis)
Link: Zoom-Meeting beitreten
https://zoom.us/j/93893783023?pwd=K0cvV1EraEFBdVA0Yi9JZHNwYUZSZz09
Meeting-ID: 938 9378 3023
Kenncode: 128214


Sie brauchen für die Teilnahme: einen Laptop oder ein internetfähiges Smartphone mit Mikrofon und Kamera und eine halbwegs stabile Internetverbindung.

Es gibt zwei Möglichkeiten, sich für die Zoom-Gottesdienste anzumelden:

1. Sie kopieren den Link des ausgewählten Gottesdienstes in die Adressleiste und gelangen darüber in den Videoraum.

2. Sie rufen auf: www.zoom.us
Auf der Startseite finden Sie oben die Funktion „Einem Meeting beitreten“. Diese Funktion bitte anklicken, dann im ersten Schritt die Meeting-ID eingeben und im zweiten Schritt das Passwort. Sie brauchen sich nicht zu registrieren.

Wir sind jeweils ca. 30 Minuten vor Beginn der Gottesdienste online und nehmen Sie in Empfang. Dabei haben wir noch kurz die Möglichkeit abzuchecken, ob alles gut funktioniert.
Damit der Gottesdienst möglichst ohne Störungen verlaufen kann, bitten wir Sie, zu Beginn des Gottesdienstes Ihr Mikrofon und die Videofunktion auszuschalten. Sie finden im Zoom-Programm unten auf der Leiste dazu die beiden Symbole, diese bitte anklicken.
Zum Ende des Gottesdienstes, wenn wir uns verabschieden, können Sie Mikrofon und Video dann gerne wieder aktivieren.


Wir freuen uns auf Sie/ Euch
Pfarrer Michael Brzylski
Pfarrerin Dagmar Kunellis

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