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Familienwochenende in Ratingen

An dieser Stelle einmal einige Einblicke in den Kindergottesdienst des Lutherhauses :-)

Im Laufe der letzten 2 Jahre hat es sich ergeben, dass viele Familien des Kindergottesdienstes untereinander auch gute private Kontakte pflegen.
Daraus ergab sich neben einem gelegentlichen „Elternstammtisch“ auch die Idee,
einmal ein gemeinsames Wochenende miteinander zu verbringen.

So kam es, dass wir uns mit acht Familien vom 23.-25. Juni in der Jugendherberge in Ratingen einquartierten. Sorgfältige Planung ist dabei natürlich alles und wir waren der Meinung, alles bedacht zu haben, als wir uns gut ausgestattet mit Zeckenpinzetten, Anti-Zecken- und Anti-Mücken-Spray und einer Menge guter Ideen auf den Weg machten.

Ich muss gestehen, die Gesichter des Jugendherbergspersonals schockten bei der Ankunft dann doch ziemlich. Der erste Gedanke war, hier herrscht Quarantäne oder es gab mindestens einen Rohrbruch o.Ä.

So schlimm war es dann allerdings doch nicht. Es wurde uns mitgeteilt, dass der „Eichenprozessionsspinner“ in Ratingen sein Unwesen treibe. Der Kontakt mit dieser Raupenart könne zu sehr unangenehmen Begleiterscheinungen führen... Schnell war klar: Mit Zeckenzange und Anti-Brumm kommen wir hier nicht weit.

Im Laufe des Nachmittags trudelten alle Familien nach und nach ein und es wurde einstimmig beschlossen: „Wir bleiben trotzdem!“

Wir starteten mit einem gemeinsamen Grillen. Anschließend eroberten die Kinder den Spielplatz und wir Erwachsenen verbrachten einen entspannten und lustigen Abend mit viel Spaß, Gitarren und Gesang.

Nach dem gemeinsamen Frühstück machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg in den Wald. Dort boten sich den Kindern Möglichkeiten zum Balancieren oder Hangeln. Die Versuche einiger Mädels, durch das Aneinanderreiben zweier Ministöcke ein Feuer zu entfachen, konnte man aufgrund nicht vorhandener „Erfolgsaussichten“ getrost nebenher laufen lassen :-) Allerdings waren die Damen eine ganze Weile lang gut beschäftigt und sehr zufrieden...

Ein Highlight (auch für einige Erwachsene) war der Bau einer Murmelbahn im Wald. Baumaterial fand man im Wald genug und so schafften es die Gruppen tatsächlich, die Golfbälle durch die selbstgebauten Bahnen ins Ziel zu befördern (Rampen und Tunnel inklusive).

Nach dem Mittagessen, freier Zeit auf dem JH-Gelände, einer Schnitzeljagd mit Schatzsuche, dachte man, die Kinder werden heute wohl richtig müde sein und früher ins Bett wollen...

Soweit die Theorie: Zum Teil waren sie fitter als mancher Erwachsene. Nach dem Abendessen starteten wir unser persönliches Aufwachprogramm mit Gitarre und einer Menge Spaß. Die Krönung war „Hab ne Tante in Marokko“. Die strafenden und entgeisterten Blicke unserer Kinder in Richtung der peinlichen Erwachsenen hielten wir einfach aus :-)

Der Abend klang gemütlich beim Stockbrotrösten aus.

Auch wenn es am letzten Morgen nicht alle pünktlich zum Frühstück schafften, war die Stimmung bestens und der Vorsatz, dieses Wochenende zu wiederholen, war bereits beschlossene Sache.

Um 11.15h (also zur gewohnten Zeit) feierten wir einen Kindergottesdienst unter freiem Himmel. Drei weitere Familien hatten sich ebenfalls auf den Weg gemacht und gesellten sich zu uns. Mit einem gemeinsamen Grillen klang das Wochenende aus.

Übrigens: Der Eichenprozessionsspinner hat keinen Ärger gemacht. Allerdings ist man mit dem Wort der König beim Scrabblespielen... ;-)

Nina Stähler