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Impressionen aus Zuhörersicht zur Krimilesung im Lutherhaus

Das Büchereiteam rief und alle kamen.
Der waschechte Kriminalhauptkommissar Bernhard Hatterscheidt präsentierte seinen Kriminalistenroman „Melaten Macchiato“.
Im Gemeindebrief, mit Flyern, in der NRZ, im Borbeck Kurier und selbst im Lokalradio wurde zur Autorenlesung am 23.10.2016 eingeladen. Das Ergebnis konnte sich wahrlich sehen lassen. Der „Erwachsenenraum“ war mit über 65 ZuhörerInnen bis auf den letzten Platz gut gefüllt.

Das Büchereiteam hatte, mit Hilfe von Alex Schuhmann, ganze Arbeit geleistet. Der Saal war mit 11 Tischen nebst Stühlen ausgestattet worden. Die Tische waren mit Getränken, Gläsern und Knabbereien reichlich bestückt. Zusätzlich gab es Käsesticks mit Trauben, Saft und Rot- und Weißwein. Für den Autor war ein Podest mit nostalgischer Leselampe, wir kennen sie aus dem Clubraum, Tisch und zwei Sesseln aufgebaut worden, worauf der Autor und seine Frau Platz genommen hatten.

Zu Beginn begrüßte Karin Sahlmann sowohl die Gäste, als auch den Autor Bernhard Hatterscheidt und seine Frau Miriam. Alle waren neugierig: die Gäste auf die folgenden Unterhaltung, Karin, die den Ablauf und Inhalt schon kannte, darauf wer von den Gästen aus der Gemeinde und wer von anderswo gekommen war (circa 50%:50%) und über welche Medien man von der Krimilesung erfahren hatte (circa 30% GB : 50% Mund zu Mund : 20 % Zeitungen, 0% Facebook.

Der Autor, ein Essener Kind, stellte sich, seine Bücher, und seinen Werdegang bei der Polizei kurz vor, der bei der Polizei in Essen begann und ihn mit der Zeit nach Köln verschlagen hat. Und er vergaß auch nicht, seine Frau Miriam vorzustellen. Seine Arbeit bei der Mordkommission in Köln, dem KK11, beschert ihm die Geschichten für seine Kriminalistenromane, von denen bereits 7 erschienen sind. Derzeit schreibt er an Band 8. Sie beruhen auf wahren Fällen, die jeweils in eine andere Gegend seiner Wirkungsstätte verlegt wurden.

Die Krimilesung begann mit der Vorstellung der einzelnen Charaktere, die er mit vielen Details versehen, sehr gekonnt und in den Köpfen seiner ZuhörerInnen zum Leben erweckt.

Die Geschichte beginnt damit, dass Beate Kuckelke, die junge Kassiererin der „Brutto-Filiale“ in Köln-Chorweiler, an der Kasse zusammenbricht. Der herbeigerufene Notarzt kann keine natürliche Todesursache feststellen und im Totenschein attestieren. Das ruft dann automatisch die Mordkommission auf den Plan. Und es beginnt ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren.

Bernhard Hatterscheidt las, gemeinsam mit seiner Frau, in unterschiedlichen Rollen aus seinem Roman, wobei er gerne augenzwinkernd bemerkt, dass die ZuhörerInnen sogar hier und heute Ohrenzeugen eines Mordes werden: nämlich seinem Mord an der „Kölschen Sprooch“. Denn gerne versucht er sich darin, augenscheinlich wissend, dass es ihm trotz vieler Jahre in Köln noch lange nicht so richtig gelingt. Was der Geschichte natürlich nicht schadet, denn das Lokalkolorit peppt seine Geschichte auf und lässt seine ZuhörerInnen mehr als einmal laut auflachen.

Was ihm jedoch so richtig gelingt, ist es, seine ZuhörerInnen in seinen Bann zu ziehen. Gekonnt kommt zum Mord noch eine Erpressung dazu. Wir wurden Ohrenzeugen einer Obduktion, mit dem Hinweis, dass das Papier glücklicher Weise nicht in der Lage ist die Gerüche dieses Ortes zu transportieren und dass er diese Stelle bei Krimidinnern kürzer fasst! Die Autorenlesung wurde durch eine kleine Pause in zwei Hälften geteilt, die inhaltlich ein schönes Ganzes boten. Zum Abschluss stand Bernhard Hatterscheidt seinen ZuhörerInnen Rede und Antwort und seine Bücher konnten, mit einer persönlichen Widmung versehen, erstanden werden. Es gab großen Beifall für Miriam und Bernhard Hatterscheidt und das Team der Bücherei.

Vielen Dank dem Büchereiteam für die kurzweiligen zwei Stunden.

Thomas Holland