Lutherhaus

Großer Saal renoviert

Großer SaalAnfang 2005 wurde der große Saal völlig renoviert. Ein Saal hat nicht so ein geprägtes Äußeres wie eine Kirche, deshalb muss er ab und zu an den Zeitgeschmack angepasst werden. Diesmal sollte der gottesdienstliche Charakter des Raums stärker betont werden - wie sich das Bewusstsein so verändert hat, bei der Einweihung der Orgel zwanzig Jahre zuvor befürchteten viele noch einen zu kirchlichen Charakter. Professor Friedhelm Strüwe hat den jetzigen Raum entworfen und in einem intensiven Gesprächsprozess mit Gemeindemitgliedern gestaltet. Eine hinführende mittlere Linie aus Zwetschgenholz holt den Besucher am Eingang ab und führt ihn zu einem runden zweistufigen Podest auf dem der Altar steht.

AltarDer Altar zeigt einen dynamischen Bogen mit abgestuften schmalen Enden. Diese symbolisieren die Tradition und die offene Zukunft, in der die Kirche sich befindet. Die Altarplatte ist aus gebogenen Holzschichten geklebt, die auf die vielen verschiedenen Menschen einer Gemeinde hinweisen. Die sieben unterschiedlich stark ausgeprägten Füße symbolisieren die unterschiedlichen Menschen, die das kirchliche Leben tragen. Der Altar wurde aus Zedernholz erstellt. Dieses Holz hat schon der König Salomo für den Tempel in Jerusalem verwandt. Links vorne ist ein Wandteppich zu sehen, der die Schöpfung zeigt. Schon bei dem Beginn - viele denken an den Urknall - und auch am Kreuz war Gott gegenwärtig, wie man an dem angedeuteten Goldton sehen kann. Dieser Teppich wird in einem Licht angestrahlt, das dem Sonnenlicht in der Färbung sehr nahe kommt. Deshalb kommen die Farben so schön heraus und der Teppich wirkt auf viele Menschen sehr wohltuend. Auf der rechten Seite erinnert ein dreigliedriges Kreuz an die Dreieinigkeit Gottes. Auf dem Weg zum Altar gibt es einen besonderen Ort des Sakraments, dort steht die Taufschale oder ein Tisch mit den Einzelkelchen für das Abendmahl.

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