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Jetzt freue ich mich aber erst einmal auf die Begegnung mit Ihnen

Liebe Gemeindeglieder,
ich bin gebeten worden, mich vorzustellen, damit Sie wissen, wer hier durch die Gemeinde tapert.

Also: Meine Name ist Michael Brzylski.

Das klingt polnisch, ist es auch.

Allerdings bin ich schon die vierte Generation hier in Deutschland, so dass ich außer „Orange“ und „Mandarine“ keine weiteren polnischen Wörter kenne.

Ich bin 52 Jahre, seit langer Zeit geschieden und habe leider außer meiner Mutter keine weitere Familie. Das „leider“ beziehen Sie bitte auf die fehlenden Kinder und nicht auf meine Mutter.

Mit 14 Jahren war mir klar, dass ich Pfarrer werden wollte.

Das lag vor allem an den Jesusfilmen im Fernsehen, die ich mir als Junge zur Osterzeit immer angeguckt hatte. Mit Kirche und Gemeinde hatte ich da noch überhaupt nichts zu tun.

Gemeinde kam erst mit 18 ins Spiel in Form der Wanheimer Kirchenkicker.

Fußball und Religion sind eben eng miteinander verbunden.

Ich habe dann in Bochum und Wuppertal Theologie studiert, habe mein Vikariat in der Marienkirche in Duisburg gemacht und war anschließend drei Jahre im Probedienst in der Eifel, genauer in Wittlich.

Als ich dann eine feste Pfarrstelle suchte, gab es noch so viele Pfarrer, dass Arbeitslosigkeit drohte.

Deshalb war ich 13 Jahre lang als Lehrer an Hauptschulen tätig und habe dort nicht nur Religion, sondern auch Mathematik, Musik, Geschichte und Wirtschaft unterrichtet.

Seit 2016 bin ich wieder als Pfarrer tätig und war bis vor kurzem Berufsschulpfarrer.

Und bin nun hier in Ihrer Gemeinde, allerdings nur auf Zeit.

Wenn mich irgendeine Gemeinde oder Einrichtung als Pfarrer möchte, werde ich wieder gehen.

Jetzt freue ich mich aber erst einmal auf die Begegnung mit Ihnen.

Sprechen sich mich einfach an, ich glaub, ich bin ganz umgänglich.

Und damit Pfarrer Lachner nicht meinen Text für den Gemeindebrief kürzen muss, höre ich jetzt auf.