Geschichte

Das zentrale Versammlungshaus unserer Gemeinde ist das Lutherhaus in der Bandstraße 35. Es wurde in sehr armen Zeiten gebaut und konnte 1925 eingeweiht werden. Bei Renovierungsarbeiten sind wir manchmal überrascht, wie durchdacht auch einfache Bautechniken angewandt wurden.

So befand sich viele Jahre lang unter den Fußbodenbohlen des Calvinsaals (vorderer Teil des großen Saals) nur festgetretener Lehmboden. 1944 wurde der größte Teil des Lutherhauses durch Bomben zerstört. Die Gemeindemitglieder haben damals mit viel Eigeninitiative alles wieder aufgebaut. Im Jahre 1952 stand dann auch wieder der große Saal zur Verfügung und nicht nur der Calvinsaal, wie der erste Teil des Saals bis zu den Schiebetüren genannt wurde. In der Zwischenzeit musste die Gemeinde mit Provisorien leben. Zur Konfirmation durften nur die Eltern mitgebracht werden. Und für die Gottesdienste wurde auch der Wohnraum des Küsters (heute Bücherei) miteinbezogen. Aber es gab damals auch immer wieder mal große Kaffeetafeln, zu denen der Kaffee in einem abenteuerlichen Bottich im Keller gekocht und mit einem großen Holzteil umgerührt wurde.

Anfang der 60er Jahre zog dann Pfarrer Locher aus der ersten Etage in das Pfarrhaus hinter dem Lutherhaus, und in der ersten Etage konnten Gemeinderäume eingerichtet werden. Diese standen dann lange der jugendlichen Disco genauso wie der Frauenhilfe und der Kreativgruppe zur Verfügung. Anfang der 80er Jahre wurde der Anbau gebaut. Damit gab es zum ersten Mal einen getrennten räumlichen Bereich für die Jugendlichen, das Forum im ersten Stock und die Erwachsenen im Anbau. Seitdem haben wir gute räumliche Möglichkeiten.

Das Forum verfügt über einen großen Jugendraum, ein Café, einen Mitarbeiterraum, eine Disco, eine Küche und ein Büro. Für die Erwachsenenarbeit und den Konfirmandenunterricht stehen im Anbau ein Unterrichtsraum, ein Erwachsenenraum, ein Clubraum und die Küche zur Verfügung. Die Bücherei neben dem Haupteingang des Lutherhauses kann auch für kleinere Gruppen genutzt werden.

Großer Saal renoviert

Anfang 2005 wurde der große Saal völlig renoviert. Ein Saal hat nicht so ein geprägtes Äußeres wie eine Kirche, deshalb muss er ab und zu an den Zeitgeschmack angepasst werden. Diesmal sollte der gottesdienstliche Charakter des Raums stärker betont werden – wie sich das Bewusstsein so verändert hat, bei der Einweihung der Orgel (von Berthold Prengel 1985) zwanzig Jahre zuvor befürchteten viele noch einen zu kirchlichen Charakter. Professor Friedhelm Strüwe hat den jetzigen Raum entworfen und in einem intensiven Gesprächsprozess mit Gemeindemitgliedern gestaltet. Eine hinführende, mittlere Linie aus Zwetschgenholz holt den Besucher am Eingang ab und führt ihn zu einem runden, zweistufigen Podest, auf dem der Altar steht.

Der Altar zeigt einen dynamischen Bogen mit abgestuften, schmalen Enden. Diese symbolisieren die Tradition und die offene Zukunft, in der die Kirche sich befindet. Die Altarplatte ist aus gebogenen Holzschichten geklebt, die auf die vielen verschiedenen Menschen einer Gemeinde hinweisen. Die sieben unterschiedlich stark ausgeprägten Füße symbolisieren die unterschiedlichen Menschen, die das kirchliche Leben tragen. Der Altar wurde aus Zedernholz erstellt. Dieses Holz hat schon der König Salomo für den Tempel in Jerusalem verwandt. Links vorne war ein Wandteppich zu sehen, der die Schöpfung zeigt.

Schon bei dem Beginn – viele denken an den Urknall – und auch am Kreuz war Gott gegenwärtig, wie man an dem angedeuteten Goldton sehen kann. Dieser Teppich wird in einem Licht angestrahlt, das dem Sonnenlicht in der Färbung sehr nahe kommt. Deshalb kommen die Farben so schön heraus, und der Teppich wirkt auf viele Menschen sehr wohltuend.

Heute ist der Teppich im Verbindungsteil zum Anbau aufgehängt.

Auf der rechten Seite erinnert ein dreigliedriges Kreuz an die Dreieinigkeit Gottes. Auf dem Weg zum Altar gibt es einen besonderen Ort des Sakraments, dort steht die Taufschale oder ein Tisch mit den Einzelkelchen für das Abendmahl.

Großer Saal renoviert

Anfang 2005 wurde der große Saal völlig renoviert. Ein Saal hat nicht so ein geprägtes Äußeres wie eine Kirche, deshalb muss er ab und zu an den Zeitgeschmack angepasst werden. Diesmal sollte der gottesdienstliche Charakter des Raums stärker betont werden – wie sich das Bewusstsein so verändert hat, bei der Einweihung der Orgel (von Berthold Prengel 1985) zwanzig Jahre zuvor befürchteten viele noch einen zu kirchlichen Charakter. Professor Friedhelm Strüwe hat den jetzigen Raum entworfen und in einem intensiven Gesprächsprozess mit Gemeindemitgliedern gestaltet. Eine hinführende mittlere Linie aus Zwetschgenholz holt den Besucher am Eingang ab und führt ihn zu einem runden zweistufigen Podest auf dem der Altar steht.

Der Altar zeigt einen dynamischen Bogen mit abgestuften schmalen Enden. Diese symbolisieren die Tradition und die offene Zukunft, in der die Kirche sich befindet. Die Altarplatte ist aus gebogenen Holzschichten geklebt, die auf die vielen verschiedenen Menschen einer Gemeinde hinweisen. Die sieben unterschiedlich stark ausgeprägten Füße symbolisieren die unterschiedlichen Menschen, die das kirchliche Leben tragen. Der Altar wurde aus Zedernholz erstellt. Dieses Holz hat schon der König Salomo für den Tempel in Jerusalem verwandt. Links vorne ist ein Wandteppich zu sehen, der die Schöpfung zeigt.

Schon bei dem Beginn – viele denken an den Urknall – und auch am Kreuz war Gott gegenwärtig, wie man an dem angedeuteten Goldton sehen kann. Dieser Teppich wird in einem Licht angestrahlt, das dem Sonnenlicht in der Färbung sehr nahe kommt. Deshalb kommen die Farben so schön heraus und der Teppich wirkt auf viele Menschen sehr wohltuend.

Heute ist der Teppich im Verbindungsteil zum Anbau aufgehängt.

Auf der rechten Seite erinnert ein dreigliedriges Kreuz an die Dreieinigkeit Gottes. Auf dem Weg zum Altar gibt es einen besonderen Ort des Sakraments, dort steht die Taufschale oder ein Tisch mit den Einzelkelchen für das Abendmahl.oder ein Tisch mit den Einzelkelchen für das Abendmahl.

Alte und neue Fenster

Evgl.Kirchengemeinde-Essen-Bedingrade-Schoenebeck-Fenster-vorher
Evgl.Kirchengemeinde-Essen-Bedingrade-Schoenebeck-Fenster-mit-Bild

Recht bald zeigte sich, dass die Holzprofile der Fenster doch nicht mehr hielten. Sie waren nach dem Krieg eingebaut worden. Wir konnten keinem einen Vorwurf machen. Bei den ersten Überlegungen sagte eine Presbyterin: „Sollten wir die Fenster nicht ein bisschen schöner machen?“ „Was heißt, schöner machen?“ „Ja irgendwas mit Farbe!“ Dadurch wurde eine spannende Entwicklung angestoßen. Wir befassten uns mit Glaskunst. Barbara Derix, Geschäftsführerin der gleichnamigen Firma in Taunusstein, gab uns einen Grundkurs. Und wir fanden nach eingehender Recherche den Glaskünstler Tobias Kammerer aus Rottweil am Inn, der Glaskunst schöner als Aquarelle gestalten kann.

2010 erstellte die Firma Derix die Glasfenster nach Entwürfen von Tobias Kammerer.

Die Farbgebung aller Fenster beruht in der Hauptsache auf Blau- und Rottönen in verschiedenen Abstufungen. Die Dualität des geistig kühlen Blaus und des warmen Rots zeichnet in der überlieferten christlichen Farbsymbolik das Bild des ersten Morgens des Paradieses: Der blaue Himmel und die von der Sonne geröteten Wolken. In der rot-blauen Polarität manifestiert sich die Gottheit im Kosmos. Zusammen genommen spiegeln diese Farben die Einheit und Liebe und Weisheit in Gott.

Tobias Kammerer

Wir haben auf der rechten Seite Motive aus dem Alten Testament, auf der linken Seite aus dem Neuen Testament (wegen des schöneren Lichtes zur Gottesdienstzeit am Morgen). Gegenüberliegend immer dasselbe Thema:
Thema: Auferstehung / links: Frauen am leeren Grab / rechts: Jona Walfisch
Thema: Glaubenszeugen / links: Luther / rechts: Abraham unterm Sternenhimmel
Thema: Gemeinschaft / links: Pfingsten / rechts: Der Turm zu Babel
Thema: Gnade / links: Zöllner Zachäus / rechts: Jakobs Traum

Evgl.Kirchengemeinde-Essen-Bedingrade-Schoenebeck-Fenster-im-großen-Saal

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Fenstern unter

Calvinsaal renoviert

Der vordere Bereich des Lutherhauses wurde von Anfang an „Calvinsaal“ genannt. Denn zur evangelischen Gemeinde gehörten ja reformierte Evangelische, die sich auf Calvin und Zwingli bezogen, und evangelisch-lutherische Christen, die sich stärker auf Martin Luther bezogen. So wurde schon das Miteinander deutlich. Nachdem der Große Saal mit den neuen Fenstern so ein Anziehungspunkt geworden war, erschien unser Calvinsaal davor eigenartig alt. Unser Architekt Rainer Schumann hat dem Saal jetzt so viel Helligkeit und Raum gegeben, dass wir Laien nur staunen können. Auch der Eingangsbereich wurde ganz neu gestaltet. Alles nicht sonderlich teuer, aber schön.

Adresse

Bandstraße 35

45359 Essen

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Kontakt

Evangelisches Verwaltungsamt Essen

Telefon (0201) 2205-303

presbyterium.bedingrade-schoenebeck@ekir.de